11 Wochen - 4000 Unterschriften - Danke!

  

 

 

Danke

 

Symbolische Übergabe der Unterschriften

02.06.2017

Am heutigen Tag wurde die Kampagne zur Unterschriftensammlung gegen die Sekundarschulplanungen abgeschlossen. Mit rund 4000 Unterschriften erreichte die Bürgerinitiative (BI) mit Unterstützung der FDP Dülmen einen gewaltigen Achtungserfolg in nur 11 Wochen. Gleichzeitig sind das 50% mehr gesammelte Unterschriften, als nötig gewesen wären.

 

Fraktionsvorsitzender Christian Wohlgemuth: "Danke an alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, danke an die Aktiven der BI! Ohne Euch hätten wir das so nicht geschafft."

 

Als Dankeschön an die Bevölkerung wurden heute kleine "Herzchenkekse" verteilt, während die letzten Ihre Unterschriften am Infostand abgeben konnten.

 

In Begleitung der Presse (Dülmener Zeitung, Streiflichter und Radio Kiepenkerl) bekam die BI Gelegenheit, die letzten Unterschriften persönlich der Frau Bürgermeisterin zu übergeben.

 

Sie sagte noch einmal, dass sie gestützt von 42 Ratsmitgliedern (ohne FDP) an diesem Projekt festhalten wolle. Dass die Bevölkerung das völlig anders sieht, blendete sie in dem Moment leider aus. Die Politiker des Stadtrates haben nun rund 5 Wochen bis zur nächsten Ratssitzung Zeit, ihre Planungen zu überdenken. Ansonsten kommt es zu einem Bürgerentscheid: Dann wird die gesamte Dülmener Bevölkerung an die Wahlurne zur Abstimmung gebeten.

 

BI lädt Bevölkerung zum Infoabend ein

 

April 2017

Rund 50 Gäste kamen am besagten Infoabend zusammen. Die Bürgerinitiative stellte in diesem Zusammenhang noch einmal die Strukturen der Dülmener Schullandschaft dar. Auch ein Hauptschullehrer eines benachbarten Kreises war als Gastredner geladen, der die Vorteile und Chancen der Hauptschule in unserem Schulsystem vorstellte.

 

Als besonderer Gast war Frau Schwarzhoff vom Elternverein NRW eingeladen. Frau Schwarzhoff begann ihre Rede mit einem großen Lob für die aktive Elternschaft und bewunderte die Aktivität.

 

Unter dem Stichwort: Schulwahl = Schicksalswahl zeigte sie auf, welche Möglichkeiten bereits jetzt Schülerinnen und Schüler aller Schulen haben. Die Durchlässigkeit sei so hoch, dass keiner behaupten kann, die Eltern müssten sich bereits in der 4. Klasse für einen unumkehrbaren Bildungsweg entscheiden.

 

Frau Schwarzhoff kritisierte die herbeigeredete Stigmatisierung und Diskriminierung von Hauptschulen und der Schülerinnen und Schülern. „Die Hauptschule sei nicht tot, sie wird nur schlechtgeredet.“

 

Ebenso setzt sich auf Homogene Lerngruppe, die viel umfangreicher und besser schulisches Lernen ermöglichen kann, als es in einer Binnendifferenzierung möglich sei, die nur ein „täglicher Spagat“ zwischen Ideologie und Realität sei. Lernen sei auch Beziehungsarbeit und nicht das Abarbeiten von unterschiedlichen Arbeitsblättern. „Deshalb schöpfen die Sekundarschulen auch nicht das Potenzial der Kinder aus.“

 

„Menschen sind ungleich und haben unterschiedliche Begabungen. Antwortet man auf ungleiche Bildungsvoraussetzungen mit gleichen Bildungssystemen so würde die Ungleichheit betoniert werden.“

 

Im Anschluss hatten dann alle Anwesenden das Wort und stellten ihre Fragen und Bedenken. Zwischen der großen Anzahl der Sekundarschulgegner und den wenigen Befürworten, tauschte man sich intensiv aus. Fragen nach den Kosten, der Bauphase, den pädagogischen Konzepten und der Reihenfolge bei der städtischen Vorgehensweise wurden gestellt. Ebenso ging man seitens der Bürgerinitiative noch einmal auf den Elternbefragungsbogen und deren Interpretationsmöglichkeiten ein. 

 

Kampagne läuft - enormer Zuspruch aus der Bevölkerung

März 2017

Zwar startete die Kampagne zur Rettung unserer bewährten Schulen in den Frühling hinein, dennoch musste man Kältegrade und auch Regen hinnehmen. Motiviert durch den enormen Zuspruch aus der Bevölkerung, erreichte man bereits nach nur drei Woche bereits die Hälfte der benötigten 2671 Unterschriften. (Vgl. Presse).

 

Mit immer mehr sachlichen Argumenten und Informationsblättern überzeugte man weite Teile der Bevölkerung.

 

Bürgerinitiative wird gegründet!

Februar 2017

Die FDP freut sich, dass sich in der Zwischenzeit im Februar ein Aktionsbündnis gegen die Sekundarschulpläne gegründet hat. Dieses Bündnis erfährt natürlich die liberale Unterstützung. Am 2. März soll dann über einen Ratsbürgerentscheid abgestimmt werden. Also: Geben die Politiker die Fragestellung zur Sekundarschule an die Bevölkerung weiter oder wollen sie die Sekundarschule der Bevölkerung aufstülpen?

 

Auch Hauptschule muss gerettet werden!

 

14.02.17 Am letzten Samstag traf sich die FDP Fraktion zum ersten Mal persönlich mit einigen Eltern, die die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems ebenfalls befürworten und eine Umwandlung in eine Sekundarschule ablehnen.

 

Bereits am 20.2. trifft man sich erneut um ein Gespräch mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens von Greven zu führen. Hier wurde die Sekundarschule ebenfalls mit großer Mehrheit abgelehnt.

 

Aus diesem Treffen heraus soll das Aktionsbündnis Sekundarschule – NEIN entstehen.

 

Wir gehen davon aus, dass sich die Bürgerinitiative verselbstständigt und immer größer wird. Weitere Mitstreiter sind herzlich eingeladen uns zu kontaktieren.

 

Enttäuscht zeigt sich die FDP, dass die Hauptschule nun ganz offiziell totgeredet wird. So ist die Lage aber nicht. Gleichzeitig wird der FDP vorgeworfen, sie habe kein Konzept für die Hauptschule, wenn die Sekundarschule nicht käme.

 

Für die FDP steht die Entscheidung für eine Sekundarschule und die Frage wie es mit der Hauptschule weitergeht nicht untrennbar miteinander in Verbindung. Hier gibt es bessere Alternativen.

 

Die FDP Dülmen hat einen Dreipunkte - Hauptschulplan  2018 :

 

1.      Die Attraktivität der Hauptschule muss wieder gesteigert werden, indem die Stadt dabei hilft 4 Praktika in den Jahrgängen 7 -10 einzuführen. So kann ein Bezug zum beruflichen Alltag geknüpft werden. Hier können direkte Kontakte entstehen, bei denen man unabhängig von den  schulischen Leistungen den Einstieg in viele praktische  Berufe finden kann.

 

 

 

2.      In Anlehnung an das Integrationskonzept für Flüchtlinge des Kreises Coesfeld muss Dülmen ein Konzept erstellen, dass talentierte Hauptschüler besonders fördert. Wir können das auch ein Ministipendium nennen. Es wäre eine Art Coaching des Hauptschülers hin zum Erfolg.

 

 

 

3.      Sollte trotz aller Bemühungen es nicht möglich sein die Hauptschule eigenständig zu halten, dann möchte die FDP als letzte Lösung die Hauptschule auflösen und einen Hauptschulzweig nach § 132 des Schulgesetzes in der Realschule integrieren. Ab Klasse 7 gäbe es dann eine Hauptschulklasse innerhalb der Realschule .

 

Auf diesem Wege würde die hervorragend funktionierende Realschule nicht in ihrer Existenz bedroht sein. Gleichzeitig können Hauptschüler dort entsprechend individuell gefördert werden. Und ganz nebenbei könnten 17 Mio. Euro eingespart werden, die ohnehin nicht da sind und über Schulden finanziert werden müssen.

 

Weiterhin halten wir am Konzept des offenen Ganztags anstatt des gebundenen (verpflichtenden) Ganztags fest!  Dies wäre für alle Beteiligten die bessere Lösung.

 

SPD in Sachen Geld - & wenig weiser Ratschläge

 

Februar 2017

Also eine Sache konnte die SPD noch nie:

Mit Geld umgehen! 

Da haben wir zum 3. Mal in Folge den schlechtesten Haushalt der Geschichte und der SPD Dülmen fällt bei der Haushaltsrede nichts besseres ein als zu sagen: Der Haushalt sei solide. Gleichzeitig fordert sie, dass das Rathaus neu gebaut wird. Grund: Die Zinsen sind so niedrig. Ja das stimmt schon. Aber was ist mit der Kehrseite der Medaille? In den letzten 5 Jahren haben sich dafür die Baukosten um 50 % erhöht. Ich bekomme den Kredit mit Zinsfestschreibung zwar günstig, dafür muss ich aber deutlich mehr aufnehmen. So einfache Rechnungen kann die SPD nicht. In Sachen Sekundarschule wirft sie der FDP vor, dass wir mit falschen Zahlen agieren. Von welcher Zahl man allerdings wirklich ausgehen kann, hat die SPD da nicht gesagt. Warum nur?

 

17 Mio. wird nach Auffassung der FDP wohl die überflüssige Zerschlagung der Haupt- und Realschule kosten bei gleichzeitigem Neubau einer Sekundarschule verursachen. Im Haushalt eingestellt sind schon mal 15 Mio. Euro. Einen Architektenplan gibt es aber noch genau so wenig wie einen Umsetzungsbeschluss. Auf welcher Grundlage sollte man denn dann sonst die möglichen Kosten ermitteln? Die FDP hat den Neubau der Gesamtschule in Münster mal für Dülmen umgerechnet und kommt auf 25 Mio. Euro. Mit der von der FDP aktuell verwendeten Zahl 17 Mio. Euro liegen wir also noch ziemlich günstig. Und zu einem anderen Thema in der letzten Sitzung des Sportausschusses sagte ein SPD-Mann: Bei städtischen Bauten zahlt man am Ende ja meistens mehr. Recht hat er. Und in der gleichen Sitzungswoche fragte die Frau Bürgermeisterin uns, wie wir denn auf diese Zahl kämen. Antwort: 15 Mio. sind von Ihnen eingestellt und wir haben mal ein paar Prozentpunkte aufgeschlagen, weil ja städtische Bauten immer teurer ausfallen, als geplant. Schauen Sie sich das IGZ als Beispiel dafür an…

 

Den Boden aus dem Fass schlägt allerdings die Aktion in der Woche danach aus: Auslobung des Architektenwettbewerbs in der alten Sparkasse. So ziemlich die letzte Frage der Architekten: Sind die in der Ausschreibung angegebenen 14 Mio. Euro eine Obergrenze? Ich richte mich auf und schaue unsere Bürgermeisterin an. Ohne mit der Wimper zu zucken lässt sie es zu, dass die Verwaltung sagt: „Nein, das ist keine Obergrenze“.

 

Und ich frage jetzt noch einmal, wer agiert denn hier wohl mit falschen Worten und Zahlen?

 

Bildungspolitische Sprecherin MDL zu Gast

29.09.16

Frau Gebauer, die Bildungspolitische Sprecherin und MDL war zu Gast bei der FDP in Dülmen. Den Anwesenden sprach sie aus den Herzen. Die Schulpolitik liegt völlig im Argen. Während die CDU im Landtag ihren Schlaf der Gerechten schläft, ist alles was die rot-grüne Regierung anpackt zum Scheitern verurteilt. So liegt die Lehrerversorgung in den MINT - Fächern bei nur noch 25 %, Inflation der Zensuren, fast jede zweite Leitungsstelle an Grundschulen ist unbesetzt, die Qualität der Bildung lässt nach, obwohl die Schüler bessere Noten bekommen, die Inklusion hat die Förderschullandschaft fast zerschlagen ohne eine brauchbare Alternative zu haben.

 

Wir erleben schon jetzt eine "Rolle-Rückwärts" - die Eltern bringen ihre Kinder wieder zurück zu den Förderschulen. Und das Lieblingsprojekt Sekundarschule ist völlig ins Stocken geraten - die Elternschaft (zuletzt in Greven) hat diese Schulform völlig abgelehnt. Frau Gebauer ermutigt die Realschulen zum Durchhalten. Wie auch bei den Förderschulen ist hier die "Rolle-Rückwärts" zu erwarten. Die FDP gibt die Realschulen und das Dreigliedrige Schulsystem mit gut funktionierenden Förderschulen nicht auf!

 

Sekundarschule

FDP-Antrag vom Juni 2016, mit CDU/ FDP-Mehrheit beschlossen!

Die Verwaltung wird beauftragt zum Sommer 2017 ein schulpolitisches Konzept zu erarbeiten, um den Prozess zur Weiterentwicklung des Schulstandortes Dülmen,  inklusive der Nachfolgenutzung der bereits aufgegebenen bzw. der perspektivisch aufzugebenden Schulgebäude, sowohl schul- als auch finanzpolitisch auf den Weg bringen zu können.

 

Begründung:

Dülmens Schulsystem ist gut aufgestellt, wird aber durch den demographischen Wandel zunehmend Veränderungen unterworfen. Allerdings zeigen die Anmeldezahlen des letzten und des laufenden Jahres, dass sowohl die Realschulen als auch die Hauptschule sich einer guten Akzeptanz erfreuen. Es besteht keine akute Dringlichkeit, dass bewährte und erfolgreiche Schulsystem in Dülmen mit einem ideologisch geprägten und übereilten Umbau zu schwächen. Zumal die Sekundarschule nicht von allen Experten so pädagogisch wertvoll gesehen wird. Derzeit sorgt z. B. die Diskussion um eine Sekundarschule bei Pädagogen und Eltern für Unsicherheiten.

 

Neben der grundsätzlichen Frage, ob eine Sekundarschule zum heutigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung darstellt,  stehen insbesondere die baulichen Planungen und die damit verbundenen Kosten der Errichtung einer Sekundarschule entgegen. Alleine der Neubau von rd. 5.000 Quadratmetern Schulgebäude würde Kosten von min. 10 Mio. Euro veranschlagen (Richtwert 2.000 EUR pro m² Baufläche). Dazu käme der Umbau in einem denkmalgeschützten Gebäude, so dass die Gesamtkosten von 15 Mio. Euro vermutlich nicht ausreichend sein werden.

 

Auf der anderen Seite gibt es bereits heute aufgegebenen Schulstandorte (ehemalige Paul-Gerhardt-Schule), die keiner entsprechenden Nutzung zugeführt wurden. Hier ist es bislang noch nicht zu einer angestrebten finanziellen Entlastung durch den Wegfall von Unterhaltungskosten gekommen. Durch eine von der Verwaltung vorgeschlagene Verwirklichung einer Sekundarschule am Standort der Hermann-Leeser-Schule würde die, vor wenigen Jahren für die Ganztagsnutzung umgebaute, Kardinal-von-Galen-Schule nicht mehr für schulische Zwecke benötigt. Ein Abriss sowie die Zuführung zur Wohnbebauung sind auf Grund der Bausubstanz wirtschaftlich nicht vertretbar.

 

Mit der Entwicklung des schulpolitischen Konzepts zum Sommer 2017 soll der Verwaltung ausreichend Zeit eingeräumt werden, die Rahmenbedingungen zur Fortführung des Prozesses zur Weiterentwicklung der Dülmener Schullandschaft zu erarbeiten. Der gestartete Prozess kann erst weitergeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass die notwendigen finanziellen Mittel für einen möglichen Um- und ergänzenden Neubau am Gebäude der Hermann-Leeser-Schule und für den anschließenden Betrieb tatsächlich in voller Höhe zur Verfügung stehen. Auch an anderen Schulstandorten gibt es Investitions- und Unterhaltungsbedarf, daher ist der Gebäudebestand auf das Nötigste zu konzentrieren. In dieser Betrachtung sollte auch die weitere Aufgabe von Gebäuden bei Prüfung eines kompletten Neubaus aufgenommen werden. Eine voreilige ideologisch begründete Errichtung einer Sekundarschule, die sich als Sparmodell herausstellt und zum Beispiel aus Kostengründen doch an zwei Standorten realisiert werden muss, darf es nicht geben.

 

Nach dem Vorliegen des schulpolitischen Konzeptes kann über die weiteren Fragen, z. B. der Elternbefragung, die die Voraussetzung für einen Antrag zur Errichtung einer möglichen Sekundarschule darstellt, befunden werden.

 

Bis dahin sollte vor allem die Kardinal-von-Galen – Hauptschule, die Hermann-Leeser-Realschule und die Marienschule, die gute Arbeit machen, gestärkt werden. Dazu ist die Unterstützung, insbesondere der Kardinal-von-Galen-Hauptschule, sinnvoll. Eine Maßnahme könnte die bessere Verzahnung von Wirtschaftsförderung und Schulleitung darstellen. So kann die gute Arbeit der Schule, insbesondere mit ihrem handwerklich praktischen Schwerpunkt, noch besser herausgestellt und vielleicht schon den Eltern der Grundschüler vermittelt werden. 

 

Pressemeldung zum Bürgermeisterinneninterview vom 31.12.15 und Unterwegs mit der Bürgermeisterkandidatin vom 29.08.2015

 

Raumkonzept zur Sekundarschule - Für FDP ein Witz

 

08.01.2016

Die FDP stellte in beiden Berichten fest, dass Frau Bürgermeisterin Stremlau etwas in Sachen Schulpolitik behauptet, was definitiv falsch ist. Diese zweimalige Behauptung ist Anlass für die FDP den Sachverhalt in Sachen Sekundarschule und „Raumkonzept“ richtig zu stellen.

 

Im Frühjahr 2015 wurde das sogenannte „Raumkonzept zur Sekundarschule“ in den Ausschuss eingebracht. Auch das war Anlass für den FDP-Antrag auf Gesamtkonzepterstellung bis Sommer 2017 zu drängen. Dieser Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

 

In beiden erwähnten Presseberichten sagt die Frau Bürgermeisterin: „Wir haben ein pädagogisches und ein Raumkonzept erarbeitet“. Diese Aussage ist inhaltlich falsch. Was der Politik bislang als „Raumkonzept“ präsentiert worden ist, verdient seinen Namen nicht! Was bislang dargelegt worden ist, war eine lockere Darstellung, wie die Räume der Hermann-Leeser Realschule genutzt werden könnten, wenn man an diesem Standort eine Sekundarschule errichtet.

 

Dabei gibt es weder einen Beschluss zur Sekundarschule, noch gibt es einen Beschluss, dass die Sekundarschule an diesem Standort sein soll. Fakt und Ergebnis des von der Bürgermeisterin erwähnten „Raumkonzepts“ ist, dass das jetzige Gebäude der Hermann-Leeser Realschule gerade einmal ein Drittel der Räumlichkeiten zur Verfügung stellen würde. Das war alles!

 

 

Das wird jetzt wiederholt als Konzept verkauft und suggeriert, dass die Planungen eigentlich weiter sind, als die Politik das möchte. Fakt ist, dass rund zwei Drittel an Gebäudefläche fehlt. Ebenso ist offen, wo diese restlichen Flächen entstehen sollen und es geht auch nicht daraus hervor, wie das Ganze zu finanzieren ist. Nimmt man sich die fortgeschrittene Gesamtschuldiskussion mit 57 Mio. Euro aus Münster als Orientierungsrahmen, dann kann sich jeder ausrechnen, was hier auf Dülmen zukommt. Wohlgemerkt ohne Konzept! Aber ohne politische Konzepte zu arbeiten scheint ja immer mehr in Mode zu kommen. Die Ergebnisse erleben wir ja gerade in vielen politischen Bereichen. Es fehlt nur noch, dass die Unterstützer dieses allenfalls als „Teilkonzepts“ zu bezeichnenden Papiers sagen: „Das schaffen wir schon“! Die Frage nach dem „Wie“ bleibt auch hier offen. 

 

 

 

 

Positionspapier der FDP zur Diskussion der Sekundarschule (März, 2014)

NRW auf Abwegen – Dülmen folgt

Zur ganzheitlichen Diskussion über die Sekundarschule müssen auch übergreifende Erfahrungen und Argumente berücksichtigt werden, um sie später auf Dülmen zu übertragen.


Die Bildungsergebnisse im deutschen Leistungsvergleich zeigen klar, dass Bundesländer, die über ein differenziertes Bildungsangebot verfügen, wesentlich bessere Leistungsergebnisse aufweisen. In der Regel schließt man sich dem erfolgreichen Weg an, was NRW natürlich nicht tut. Wir gehen genau in die entgegengesetzte Richtung. Welche negativen Auswirkungen diese Ideologie der Gleichmacherei auf eine Leistungs- und Wohlstandsgesellschaft sowie auf unsere soziale Marktwirtschaft haben wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Die Unterrichtsergebnisse der „Gemeinschaftsschulen“ aus anderen Bundesländern sind bei Vergleichsarbeiten ernüchternd. Hier wurde festgestellt, dass in den Hauptfächern die Schülerinnen und Schüler schlechter abschneiden. 


Wir verschlechtern unser staatliches Bildungsangebot in NRW, indem wir das differenzierte Angebot im Schulsektor einschränken und uns vom Leistungsgedanken und von den Angeboten für die unterschiedlichen Begabungen der Kinder und Jugendlichen verabschieden.

 

In den städtischen Ballungszentren hat ein Run auf die Privat- und Realschulen begonnen. Somit sind die aktuellen Aussagen z. B. aus Essen zu hören (WAZ, März 2014), wo der Schuldezernent zum Anmeldetrend sagt: „Der Elternwille stützt die Realschule, die Sekundarschule hat keine Perspektive“.

 

Es ist zu erwarten, dass die ideale und vielfältige Mischung der Schülerschaft verloren geht, auch in Dülmen. Die in diesem Zusammenhang angepriesene Individualisierung des Unterrichts steht dabei im krassen Widerspruch. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden sich in einem Schulsystem, das nur aus Gymnasien und Sekundarschulen besteht in Richtung Gymnasium verabschieden. Zu einer solchen Auffassung kommt der ehemalige Lehrer und Autor Rainer Werner.

 

Im Rahmen der ganzen Schulreformen werden so viele Parameter (Inklusion, Ganztag, Lehrpläne u. v. m.) auf einmal massiv geändert, dass kein Vergleich und auch keine Erfolgsprognose möglich ist. Es finden keine Überprüfungen im kleinen Rahmen statt und sollte das Modell der Sekundarschule ihre Erwartungen nicht erfüllen, dann droht uns ein nicht mehr zu reparierender Schaden am gesamten Schulgefüge (Landeselternschaft der Realschulen NRW e. V.)

 

Fragt man Pisa-Spitzenreiter-Sachsen und seinen Philologenverbandschef Haubitz, nach dem  Erfolgsrezept, bekommt man die Antwort: „Die Politik lässt die Schulen in Ruhe“. An Strukturdebatten glaubt er nicht. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Chef des NRW-Philologenverbandes, der die Strukturdebatte als „Schwachsinn“ bezeichnet. Man kann die Erfolge der Pisa-Siegerländer nicht einem bestimmten Schulsystem zuordnen. Anders lässt es sich ja auch nicht erklären, dass NRW vom Jahre 2000 an deutlich aufgeholt hat.

 

Schauen wir auf das Musterland der Einheitsschule - Frankreich. Seit Jahrzehnten gibt es eine solche Schulform. Aber weder als Land konnte im Bereich Bildung aufholen, noch konnte es wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen. Hier zeigt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner Ausgabe vom Juni 2008 auf, dass weder die Integration von Einwanderungskindern verbessert wird, ja sogar das Gesamtniveau aller Schüler dramatisch gesunken ist.

 

Wir fassen zusammen und übertragen die übergeordneten Erfahrung auf Dülmen:

 

Bislang war die CDU und die FDP einer Meinung, dass bei dieser Thematik nicht mit einem Hauruckverfahren eine Änderung herbeigeführt werden soll, die keine Verbesserung darstellt.

Sicherlich gibt es Gemeinden, bei denen der Gedanke über eine Gesamt- oder Sekundarschule unter Berücksichtigung des demographischen Wandels Sinn macht. Dülmen ist aber eine große Stadt mit einer bewährten und erfolgreichen Schulstruktur. Hier eine Schulstrukturdebatte zu führen, bringt Unruhe in das System, das für die Schülerinnen und Schüler nicht förderlich ist.

 

Wir haben in Dülmen einen Bildungsrat gegründet, um sachlich an diesem Thema zu arbeiten. Gleichzeitig sprechen wir häufig darüber im Schulausschuss. Hinzu kam jetzt der undemokratisch zusammengesetzte Arbeitskreis Sekundarschule, mit scheinbar unterschiedlichen Interpretationsspielräumen, was denn wohl das Arbeitsziel sei.

 

Die FDP-Fraktion ist der Auffassung, dass sich bereits eine große Koalition gebildet hat und das Thema Sekundarschule zu einer schnellen Umsetzung verhelfen will. Allein die Tatsache, dass hier das Datum 31.12.14 als Deadline für die Beantragung der Sekundarschule genannt wird zeigt, dass bereits politisch alles in trockenen Tüchern scheint. Das Argument im letzten Schulausschuss, dass noch nichts entschieden sei und auch nicht jede politische Partei in diesem Arbeitskreis vertreten sein müsse, ist demnach eindeutig falsch.

 

Die Planungen zu einer „6-zügigen Riesengesamtschule light“ scheinen schon weit fortgeschritten und durch die Politik der „Hinterzimmermentalität“ entschieden. Zu kritisieren ist an dieser Stelle vor allem das Verhalten der CDU, die unmittelbar vor der Kommunalwahl keine klare Aussage zu dieser Thematik trifft.

 

Die Empfehlung der FDP:

 

Die Eltern sollten das differenzierte Angebot für Kinder nutzen, solange es noch vorhanden ist. Nur so kann auch der Fortbestand unserer Realschulen gesichert und der Schulversuch an unseren Kindern verhindert werden. Wenn es die Strukturen nicht mehr gibt, wird es auch keine freie Wahl mehr im Schulbereich geben. Das wäre bedauerlich, da unsere Realschulen große Anerkennung bei Ausbildungsbetrieben erfahren.

 

Bereits im Februar hat die FDP auf die fehlende Gebäudesituation hingewiesen. Der Wunschgedanke einer einheitlichen Gebäudesituation weckt hier Begehrlichkeiten  von 10-20 Millionen Euro, die nicht da sind.

 

Im Hinblick auf eine ganzheitliche Diskussion bedanken wir uns zwar für die vielen Ideen von Herrn Hatebur. Wir wünschen uns aber einen Referenten, der auch kritische Töne äußert und beide Seiten einer Medaille darstellt. Nur so ist doch wirklich eine ernsthafte und ganzheitliche Diskussion dieses überaus wichtigen Themas im Sinne unserer Kinder möglich.

 

Ergänzungen im Dezember 2014:

Die FDP stellt einen Antrag zur Anhörung von sachkundigen Bürgern, die wie bereits oben zitiert kritische Gesichtspunkte angesprochen haben. Dieser Antrag wird von allen Fraktionen abgelehnt. Im Hinblick auf die fehlende ganzheitliche Diskussion ist das demokratisch als ein Offenbarungseid anzusehen. (Bitten auch die Argumente in der Haushaltsrede 2015 hierzu beachten).

 

Ebenso kommt noch in der Haushaltsrede der CDU vom Dezember 2014 zu einem interessanten Aspekt. Hier wird deutlich, wie wenig Sachkompetenz vorhanden zu sein scheint. „Man unterstütze die Umsetzung der Sekundarschulpläne in Dülmen.“ Gleich im zweiten Satz widerspricht sich der Fraktionsvorsitzende Herr Wessels, indem er sagt, „dass die Inklusion in Dülmen aber zu einem Stillstand gekommen ist und auch mittelfristig nicht umgesetzt werden kann. Hier fehle es an Mitteln von der Stelle des Landes.“

 

Was Herr Wessels und die CDU scheinbar nicht wissen ist, dass die Sekundarschule konzeptionell mit der Inklusion Hand in Hand geht. Wenn Inklusion also in Dülmen momentan nicht machbar ist, dann ist eine Sekundarschule bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.